Schweizer Widerstand gegen Nazi-Deutschland

Schweizer Widerstand gegen Nazi-Deutschland (2010)

Von Zeitzeugen erlebt und dokumentiert, eine Ergänzung zum Bergier-Bericht

Übersetzt aus dem Englischen von Elisabeth Sauter-Frey und Christian Knechtle. Vorwort von Carlo S. F. Jagmetti. Herausgeber Roland Haudenschild.

Verlag Merker im Effingerhof, Drosselweg 6, CH-5600 Lenzburg/AG Telefon 062 892 39 41, Fax 062 892 39 42, Email: verlag.merker@bluewin.ch

Pro Libertate, Postfach 587, CH-3052 Zollikofen Telefon 031 332 57 84, Fax 031 332 57 85, Email: info@prolibertate.ch Website: http://www.prolibertate.ch/

© 2010 Verlag Merker im Effingerhof, ISBN 978-3-85648-101-8, und Pro Libertate, ISBN 978-3-9523667-0-7, 288 Seiten

Originally published in the United States by Casemate Publishers and Book Distributors, LLC, under the title The Swiss and the Nazis: How the Alpine Republic Survived in the Shadow of the Third Reich.

Inhalt des Buches

  • Einleitung
  • Teil I: Krieg der Wörter und Nerven
    • Die Augen des deutschen Geheimdienstes
    • Satire im Kampf gegen Hitler
    • Gegenangriff der Wochenschauen
  • Teil II: Invasionsvorbereitungen
    • Ich war damals ein Milizsoldat
    • Blitzkrieg 1940
    • Die Schweiz ist ein Stachelschwein
  • Teil III: Überlebenskampf: Nahrung, Brennstoff und Angst
    • Der Widerstandsgeist
    • Gasmasken und Kartoffelbrot: Eine mündlich überlieferte Geschichte
    • Der «J»-Stempel, das Rettungsboot und Flüchtlinge
  • Teil IV: Spionage und Subversion
    • Die Folgen der Einkreisung
    • Eindringlinge in unserer Mitte
    • Amerikas Fenster zum Reich: Allen Dulles in Bern
  • Schlussfolgerungen

Bemerkenswerte Bewertungen

Halbrook stellt besonders auf Grund deutscher Quellen klar, dass die von gewissen „Neohistorikern“ verharmloste Lage der Schweiz eben doch sehr ernst und die militärische Bedrohung durch das Nazi-Regime bitterste Wirklichkeit war. Der Beweis, dass in Deutschland verschiedene Pläne zum Angriff auf die Schweiz und zu deren Besetzung und Einverleibung bestenden, wird überzeugend geführt.

Der Widerstandswille der Schweiz wird von Halbrook auf Grund alliierter und deutscher Quellen dargestellt. Die starke Rolle von General Guisan und seine Leistung werden anerkannt wie auch die Bedeutung der zusehends besser ausgebildeten und ausgerüsteten Armee für das Überleben der Schweiz. Der den Verpflichtungen der Neutralität nachkommende Bundesrat erscheint als standfest. Halbrook erwähnt wohl die Umtriebe von deutschen und eigenen Nazis in der Schweiz, zollt aber der Widerstandskraft der überwältigenden Mehrheit des Volkes grosse Achtung.

Carlo S. F. Jagmetti

Die Auseinandersetzungen über die Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg hatten in den vergangenen Jahrn viel mit Innenpolitik (Europa, Bankgeheimnis, Neutralität) und nur noch vergleichsweise wenig mit dem Gegenstand im engeren Sinne zu tun. Um so erfreulicher ist es, Stimmen zu vernehmen, denen ein Ozean Abstand jene detachierte Gesamtwürdigung erlaubt, die nottut. Stephen P. Halbrook setzt mit seinem Werk „Schweizer Widerstand gegen Nazi-Deutschland“ einen neuen Massstab. Eine Beschäftigung mit diesem sehr wichtigen Thema wird von nun an von Halbrook auszughen haben oder dann in Unkenntnis des neuesten Forschungsstandes erfolgen. Das Werk, von Elisabeth Sauter-Frey und Christian Knechtle übersetzt und von Carlo S.F. Jagmetti mit einem beachtenswerten Vorwot versehen, erscheint keinen Tag zu früh!

Jurg Stüssi-Lauterburg